Welche Personengruppen und Unternehmen welche Steuererklärung abzugeben haben

Ob Arbeitnehmer, Rentner, Einzelunternehmer, Aktiengesellschaften oder Freiberufler, verschiedene Personengruppen und Firmen mit unterschiedlichen Rechtsformen müssen mindestens eine Steuererklärung erstellen. Da sich jedoch die meisten weder sich mit dem Thema Steuern befassen noch sich damit auskennen, überlassen sie das Erstellen und Ausfüllen des amtlichen Formulars dem Steuerberater mit seinem Team. Wer für welche Steuererklärung durch das Finanzamt herangezogen wird, kann man in diesem Artikel nachlesen.

Einkommensteuererklärung
Beamte und Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, bei ihrer Einkommensteuererklärung Werbungskosten, Kindergeld und -betreuungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen und anderes geltend zu machen. Auch sind neben Pensionären immer mehr Rentner von der Steuerpflicht betroffen. Diese können ihre Einkünfte, die Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen, die steuerliche Berücksichtigung der Vorsorgeaufwendungen, die Aufwendungen für Pflege und noch viel mehr ansetzen. Wer das eigene Haus, Wohnung oder Grundstück vermietet oder verpachtet, sollte ebenso in einer dafür vorgesehenen Steuererklärung seine Einnahmen und Ausgaben angeben. Dazu gehört auch die kurzfristige Vermietung über Airbnb zum Beispiel. In der Einkommensteuererklärung muss außerdem die Angabe der Einkünfte aus Kapitalvermögen erfolgen. Dazu gehören unter anderem Zinsen, Dividenden, stillen Beteiligungen und Gewinnausschüttungen.

Gewerbesteuererklärung
Bei der Gewerbesteuer geht es um eine Abgabe, die von den gewerblichen Einkünften berechnet wird. Diese erhebt die Gemeinde oder Stadt, in welcher ein Gewerbebetrieb seinen Hauptsitz hat. Jede Firma ist gewerbesteuerpflichtig, welche gewerbliche Einkünfte erzielt. Freiberufler dagegen gelten keineswegs gewerblich tätig. Aus diesem Grund müssen sie keine Gewerbesteuer zahlen. Dabei ist es egal, welche Höhe deren Gewinn hat. Gewerbebetriebe wie etwa Einzelunternehmen sowie Personen- und Kapitalgesellschaften sind bereits dann gewerbesteuerpflichtig, wenn ihre Geschäftstätigkeit beginnt. Sie müssen diese in der Gewerbesteuererklärung geltend machen.

Körperschaftssteuererklärung
Unter der Körperschaftsteuer versteht man eine Steuer, welche von dem Einkommen der juristischen Personen beziehungsweise Körperschaften ermittelt wird. Hierzu gehören Kapitalgesellschaften, Vereine und Genossenschaften. Juristische Personen wie zum Beispiel GmbH, AG und UG mit Geschäftsleitung oder Sitz im Inland gelten als unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig. Ausländische Körperschaften zahlen lediglich auf Einkünfte Körperschaftsteuer, die in Deutschland erzielt wurden. Mildtätige und gemeinnützige Körperschaften brauchen keine Körperschaftsteuer zu entrichten. Damit müssen sie auch keine Einnahmen in der Körperschaftsteuererklärung angeben. Hilfe bei der Steuererklärung erhalten Sie beispielsweise bei Rita Wogener und Ute Mertens Steuerberater.

Umsatzsteuererklärung
Jede Lieferung und Leistung, die eine Firma in Deutschland gegen Entgelt ausführt, unterliegt der Umsatzsteuer. Dasselbe gilt zudem für die Einfuhr von Waren ins Inland und den innergemeinschaftlichen Erwerb der Lieferungen und Leistungen. In den meisten Fällen betrifft die umsatzsteuerliche Beurteilung viele Geschäftsvorfälle der gleichen Art. Deswegen birgt vor allem die Umsatzsteuer hohe Steuer- und Haftungsrisiken. Umsatzsteuerpflichtig sind Firmen, deren Umsatz in dem abgelaufenen Geschäftsjahr mindestens 22.000 Euro betragen hat. Die Unternehmer, deren Einnahmen diese Summe übersteigt, sind prinzipiell zur Vereinnahmung und Abführung der Umsatzsteuer verpflichtet. Damit muss an das Finanzamt eine Abgabe der Umsatzsteuererklärung erfolgen.

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